In the end

Vom Longboard (und der Elbe)

Akt 1 – Ich kaufe mir ein Longboard

Es war Montag, 30. April, ein schöner sonniger Tag. Aufgrund der schönen Witterung wurde die Feierabend-Zeit auf viel viel viel früher verlegt. Da bestand also Zeit zum Board-Laden zu gehen, sich zu informieren und sich ein Board zusammenstellen zu lassen. Die Zusammenstellung sah etwa so aus:

  • Kaliber Wyatt Earp Deck – 179,90 Euro (Brett)
  • Sabre „hollow kp“ white – je 41,04 Euro (Achsen)
  • Cult Death Ray 80A/72mm – 56,50 Euro (Rollen)
  • SKF Skate-Fast-Bearings – ~15,00 Euro (Kugellager)

Absolut glücklich mit der Entscheidung für ein Longboard fuhr ich damit erstmal durch die Stadt, genoss die Wärme der Abendsonne und fuhr irgendwann heim um zu schlafen.

Akt 2 – Es hat einen Unfall

Es war Dienstag, 1. Mai, ein Feiertag an dem ich mit dem Longboard in die Uni fuhr. Allein das war schon eine doofe Idee. Zwei Gründe:

  1. Es war Feiertag!
  2. Pablo war da!

So kam es, dass er einen 10-Meter langen Gang, der mit drei geöffneten Feuersicherheitstüren versehen ist, hoch und runter fuhr. Plötzlich, ohne Vorwarnung, machte es BOOM. Resultat der Aktion:

Akt 3 – Es wird ersetzt und dann versenkt

Es war Mittwoch, 2. Mai, ein sonniger aber trauriger Tag!
Ich war traurig! Pablo hatte ein schlechtes Gewissen! Also bot er mir an mir mein Deck zu ersetzen und das „verbeulte“ selbst zu nehmen. Schließlich wollte er sich eh eins kaufen, wenn auch ein anderes. Gesagt, getan. Nach der Uni fuhren wir zum Board-Laden und kauften das gleiche Board nochmal. Es dauert lange, ich war halb-glücklich. Einerseits weil neues Brett und so. Andererseits weil Pablo wegen mir so viel Geld ausgab. Naja. Es geht weiter:
Nachdem jeder sein Board hatte ging es in die Hafencity; Pablo wollte etwas rumfahren. An der Elbphilharmonie angekommen, 200 Meter gefahren, lächelte uns ein Abhang an. Mit dem Wissen, dass wir beide es nicht komplett hinabfahren können fuhren wir trotzdem runter… FEHLER1!
Erst sprang Pablo von seinem Board…. FEHLER2!
Sein Board rollte in meine Fahrspur… FEHLER3!
Sein Board löste sich irgendwann… irgendwie… von meinem und ich konnte auch nach vorne weglaufen, mit der Intension, dass Board nach hinten zu treten um es abzubremsen… FEHLER4!
Mit dem Wissen, zu viel Geschwindigkeit zu haben und definitiv zu stürzen lief ich noch 2-3 Schritte.. und BOOM.. aua…
Ich schaute hoch.. und sah noch wie Pablos Board zwischen Brücke zum Elbanleger und Geländer durchrollte und weg war.
Mein Board fuhr über eine kleine Erhöhung und ich dachte „YEA! es wird abgebremst“… als ob.. das Board kullerte ohne Probleme dort rüber… rollte weiter zur Kante der Brücke. Erst beugte sich die Vorderachse über diese Kante, dann schwankte es leicht hin und her. Letztendlich verlor mein Board das Gleichgewicht, tat es Pablos Board gleich und stürzte in die tiefen Gewässer der Elbe.

Es bleibt nur zu sagen: Swim in Peace. Es waren sehr schöne Tage mit euch!


Akt 4 – Die Spendenaktion

Macht ne Spendenaktion auf, wenn die Geschichte spektakulär genug ist, gebe ich euch 5 Euro!

So der Vorschlag vom Knuspermagier (Philipp Waldhauer). Gesagt, getan. Hier der Spendebutton.





Epilog

Pablos sicht der Dinge kann hier nachgelesen werden:
http://medialermurks.de/blog/2012/05/03/600m-longboard/

It doesn't even matter

9 Kommentare

  1. Pingback: 600m Longboard | Medialer Murks

  2. Hi, I just wanted you to know that I do read your articles. I like sharing the stories with my family. Thank you for the fun journeys….Aunt Janet

    Hope you get another board…;)

  3. Really? Ich dachte ich hab neben Olli noch jemandem gefunden der mit mir diesen Sommer Longboard fährt…. und dann lese ich das hier!
    Es tut mir wirklich in der Seele weh zu lesen, dass du und Pablo schon eure boards los geworden seit… auf einer sehr unglücklichen Weise und in meinem Gehirn sehr illustrierten Art und Weise… aber trotzdem unglücklich.

    Aber ich hoffe mal, dass das nicht das Ende ist oder?

    So long
    stef

  4. Sorry, Tien, aber „FEHLER 1“ war -und das sage ich aus jahrelanger eigener, schmerzhafter Erfahrung als Segler- mit euren Boards überhaupt in die Nähe von Wasser zu fahren. Und mit Nähe meine ich sowas wie 100m Radius. Ich fühle mit euch, das haut schon ganz schön rein 300€ auf einen Schlag im Wasser versinken zu sehen 🙁

  5. Also, mal ganz im ernst,
    Ihr könnt froh sein dat dat so gut ausgegangen ist!
    Da hätten ganz schnell auch Personen verletzt werden können. Eine Spende habt ihr für diese Aktion auf keinen Fall verdient!
    Leider NICHT Geil!
    Lasst bloss die Finger vom Lonboarden!

    Ahoi stoked

  6. Es heisst Rollen aber nicht Räder.
    Ausserdem sollte es dann konsequenterweise auch Brett und nicht Board heissen.

    Ansonsten auch von mir herzlichstes Beileid. Wirklich schade um die schönen Bretter und das es eure Freude an ihnen so schnell beendet hat.

  7. Warum habt ihr nicht einfach nen 90° Powerslide Heelside hingelegt?

    PS. Ich wäre auch dabei demnächst mal an der Hafencity mitzuboarden 😛

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