Pseudosport und so

Die Idee

Es war einmal, da war ich mal wieder einsam in meinem Bett. Als ich also alleine da lag überkam mich die Lust aktiv zu werden. Ich dachte an meinen Stundenplan[1] und daran, dass ich viel zu oft vor dem Rechner sitzen werde, um entweder bei der Arbeit Geld zu verdienen oder für die Uni zu lernen um mein armseliges Studentendasein rechtfertigen zu können. Doch soll ich einfach rausgehen und durch die Gegend wandern? Ganz einsam hin und her laufen? Nein! Es sollte etwas aktiveres sein; etwas wobei man mehr als die Füße gleiche Bewegung tätigt, etwas, das sowohl Spaß als auch fit macht. Nach einer kurzen Überlegungszeit entstand eine Liste der Aktivitäten, die ich in Erwägung zog.

  • Poweriser
  • Basketball
  • Longboard
  • Einrad
  • Slackline

Entscheidungsfindung

Nach kurzer Internetrecherche strich ich folgende Optionen:

  • Powerrise
    Meine finanzielle Situation erlaubt es nicht mit diese überteuerten Sprungspielzeuge zu kaufen. Außerdem hätte meine Mutter bestimmt jedes Angst, wenn ein Auto vorbei fährt. Das hätte ich ihr nicht antun können
  • Einrad
    Ein Einrad zu fahren soll, soweit ich es gelesen habe, zwar sehr viel spaß machen, doch gehört es, zumindest für mich, zum „Zirkus-Gewerbe“. Keine Frage: Ich bewundere die Menschen, die die Fähigkeit besitzen/erlernten ein Einrad kontrolliert zu fahren, doch passt es eher weniger zu mir.
  • Slackline
    Auch eine Slackline macht fit, dazu trainiert es das Gleichgewichtssinn. Doch wäre es mir zu lästig irgendwo hin zu fahren, die Slackline aufzubauen und nach getaner Slacklining (?) wieder abzubauen. Dazu bräuchte ich noch zwei Bäume. Die habe ich leider nicht überall.

Somit wäre die Menge der Optionen um einiges verringert, doch macht es die Entscheidung nicht einfacher. Nun heißt es noch die verbleibenden Optionen genauer zu Analysieren.

  • Basketball
    Schon früher spielte ich Basketball, zwar nicht Professionell aber dafür mit Elan. Auch wenn wir, meine Mitschüler aus der Oberstufe und ich, von den alten Lehrern wöchentlich vernichtend geschlagen wurden verlor ich nie die Lust an dem Ballsport.
    Nun fehlt mir ein Basketball und entsprechende Ausrüstung, doch wäre das das kleinste Problem. Basketball ist und bleibt ein Teamsport, beziehungsweise ein Sport das man nicht alleine ausüben kann. Die Menschen, die ich fragte, sagten zu es mal auszuprobieren und mit mir zu spielen; doch das ist mir nicht genug! Da ich nicht nur ab und zu mal draußen mit jemanden spielen will, sondern mich regelmäßig/wöchentlich auf den Platz quälend verbringen will um meine Fitness zu steigern, ist nicht so einfach jemanden zu finden.
  • Longboard
    Ich stand bisher einmal auf einem Longboard, das meiner Cousine, die das Longboarden anfing als sie ihr Austauschjahr in den Staaten machte. Da ich das eine Mal nur einen Hügel hinunter rollte, konnte ich damals das Longboard-Feeling nicht spüren. Von Pablo hörte ich, dass ein Skaterladen in der Schanze gäbe, der Boards auch verleihen würde, wenn man es testen wollen würde. So entschied ich mich eines Tages, als ich mal Frei hatte, dort hin zu gehen und mal nachzufragen. Auch Sonia und Pablo kamen mit. Nachdem wir uns dann zwei Longboards ausliehen, den ganzen Tag damit durch die Stadt/Hafencity fuhren und schließlich den Heimweg damit bewältigten warf ich mich total übermüdet, aber glücklich, ins Bett.

Die Entscheidung

Die Entscheidung ließ nicht lange auf sich warten: schon als ich mit dem Longboard durch Hamburg fuhr rollte wollte ich mir eins kaufen. „Wo bleibt da die Aktivität“, könnte man fragen. Meine Gedanken dazu:

  • Ich muss nicht erst irgendwo hin, um mich aktiv zu bewegen zu können; lediglich Board schnappen und rausgehen reicht
  • Falls ich doch U-Bahn/S-Bahn/Bus fahren will kann ich es einfach tragen
  • Ich kann täglich damit zur Uni/Arbeit rollen
  • Vom Kaufpreis werden die Leihgebühren abgezogen
  • Es macht unglaublichen Spaß!

[1]Masterplan 1/4

6 Kommentare

  1. „Ganz einsam hin und her laufen? Nein! “ ich weiss ehrlich gesagt nicht warum du nichts alleine machen willst, sondern immer jemanden dabei haben willst.. Aber davon abstrahierend longboard fahrst du jetzt auch alleine. Aber es freut mich, dass du etwas gefunden hast was dir spass macht. Es passt zu dir!

  2. Ich finde die Entscheidung super und will auch mitfahren sobald der Fuß sich endlich mal dran gewöhnt hat.

    @Sonia: Alleine durch die Stadt zu laufen hat durchaus seinen Reiz, mache das selber sehr oft, aber das will man doch auch nicht immer machen.

    Hoffe du liebst dein Boards trotzdem noch. 🙁

    1. Naturlich nicht immer, aber wer macht das schon immer? ich meine nur, dass man nicht immer alles mit leuten machen kann.

      ich bin mir ziemlich sicher, dass Tien sein Board immer noch lieb hat^^

      LG

  3. Rein interessehalber: Kann man damit noch was anderes machen als von A nach B fahren? Was ist der unterschied zu einem konventionellen Skateboard, außer der Länge?

  4. Pingback: 600m Longboard | Medialer Murks

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