Once Việt kiều, always Việt kiều

Vor zehn und acht Jahren war ich in Vietnam um meine Oma zu besuchen. Damals bekam ich zu den Winterferien der Schule eine zusätzliche Woche frei, sodass ich drei Wochen dort verbringen konnte. Bei meiner dritten Reise nach Vietnam verbrachte ich ebenfalls drei Wochen in Vietnam. Unterschied zu damals war, dass es jetzt der erste Todestag war[1].
Ich erlebte in den vergangen Wochen dort vieles, sah vieles, aß vieles, trank viel, schlief viel und lernte viele nette Menschen kennen.

Meine Reiseroute führte mich von Biên Hòa, der Heimatstadt meines Vaters, über die Küste von Vũng Tàu zu meinen Onkel nach Đà Nẵng und schließlich nach Hồ Chí Minh Stadt, Vietnams größte Stadt.

In Biên Hòa verbrachte ich die erste Woche sowie die letzten Tage meines Vietnamaufenthalts; anfangs noch mit der engsten Familie (Eltern+Schwester), zum Ende hin mit der „entfernteren“ Verwandtschaft, da meine Eltern+Schwester wieder in Deutschland waren. Sogut wie jeden Abend war ich unterwegs, es verging kaum ein Tag an dem ich nicht von einen meiner Tanten, Onkel, Cousins oder Cousinen angerufen wurde weil sie etwas mit mir unternehmen, essen, oder einfach nur trinken wollten. So kam ich in den Genuss viele verschiedene Tiere zu kosten.

Nach Vũng Tàu, das etwa 85 KM von Biên Hòa liegt, fuhr ich mit meiner Familie via Zweirad. Da es an der Küste liegt war es dort um einiges kühler, dennoch unerträglich heiß…
Obwohl wir relativ früh losfuhren (9-10 Uhr) hatte ich nach der Fahrt von zwei Stunden einen Sonnenbrand an der Stelle, die ich vergass einzucremen; auf dem Fuß… aua ):
Eines Mittags, als alle schliefen weil es wieder wie immer zu warm heiß war um etwas zu unternehmen, fuhr ich mit dem Bike in der Gegend rum, entdeckte eine riesen Maria-Statue und fand dort den ersten vietnamesischen Geocache… yay! (:

Đà Nẵng besuchte ich ursprünglich nur, weil mein Onkel mit seiner neuen Frau und ihren Kindern wohnt, ansonsten wäre ich nur im Süden Vietnams verblieben. Im Nachhinein hätte ich es bereut nicht dort hinzufliegen, denn die Zeit dort war sehr schön! Meine Cousine wollte jeden Tag etwas mit mir unternehmen. So konnte man mich oft am Strand auffinden, im Restaurant meiner Tante am Essen erwischen oder mir beim Bier konsumieren Gesellschaft leisten.

In Saigon (Hồ Chí Minh Stadt) besuchte ich Viet, einen alten Freund, der damals nach Vietnam ging um ein Jahr dort zu arbeiten. Anscheinend gefiel es ihm so gut, dass er nach dem einen Jahr in Vietnam blieb und seine eigene Firma gründete[2]. Es war sehr schön mal wieder mit ihm zu reden. Besonders da ich ihn im vorherigen Sommer zufällig in Hamburg-Altona auf der Straße sah und dachte: „Das kann er nicht sein! Der ist doch in Vietnam“. Später erfuhr ich, dass er es war und nur den einen Tag in Hamburg war… die Welt ist ein Dorf!

Auch machte ich in Saigon meine ersten CouchSurfing Erfahrungen [3]. So traf ich Tuyen Minh auf einem Buchfestival, das anscheinend alle zwei Jahre stattfindet, tranken einen Cà phê sữa đá, einen vietnamesischen Kaffee mit Milch und Eis zusammen (zugegeben, ich trank ihn alleine, aber er ist sooo lecker *-* ), redeten über Gott und die Welt und schlenderten durch die Bücherstände. Am Abend zeigte sie mir noch das Café, in dem sie früher arbeitete.
Ihre Freundin Tuyet war immer dabei. Mit ihr unternahm ich letztendlich einiges mehr. Wir gingen Abendessen, Schlittschuhlaufen, Schwimmen, Mittagessen und noch Kino (genau in der Reihenfolge) … es war eine schöne Zeit!

[1]Giỗ Năm Đẩu
[2]cyclo.vn/
[3]CouchSurfing.org

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