Geld Geld Geld !!!

Nach der Schule, also des Erwerbs der allgemeinen Hochschulreife (klingt viel cooler als „Abitur“), zog ich erstmal nach Berlin um den Zivildienst zu leisten. Warum? Meine Schwester zog nach Berlin, es hielt mich nichts in meiner Heimatstadt und ich wollte selbstständig sein. Über meine finanzielle Lage musste ich mir in der Zeit nie sorgen machen, da ich folgende Geldeinnahmen bezog:

  • Sold 9,41/10,18/10,95€ pro Tag
  • Verpflegungsgeld7,20€/Tag
  • Kleider- und Wäschegeld1,18€/Tag
  • Monatsticket der BVG – aktuell: 74 €/Monat[1]

Das macht grob überschlagen knapp 607,70 € in den ersten drei Monaten, 630,80 € in den nächsten drei Monaten und 653,90 € in den letzten drei Monaten.

Dabei hab ich folgendes noch nicht berücksichtigt:

  • Weihnachtsgeld172,56€
  • Entlassungsgeld690,24€
  • MietbeihilfeWohnung wurde mir bezahlt
  • HeimfahrtenDie Fahrten zwischen Berlin und Cuxhaven musste ich nicht bezahlen (inkl. ICE)

Man merkt, was für ein Lotterleben ich führte! Doch die Zeit des reich seins verging und „der Ernst des Lebens“ begann mit dem Studium. Dank des Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) wurde ich staatlich, aber auch privat durch meine Eltern, finanziell unterstützt. Das Geld reicht vollkommen aus zum Leben.
Nun, da es mit der Förderung des Staates vorbei ist (die Fördern einen höchstens in der Zeit der Regelstudienzeit[2][3]).

Erst jetzt fällt mir auf, wie teuer das ganze hier ist, was ich mache! Ich rechne mal grob vor:

  • Miete – ein Wohnheimzimmer kostet hier aktuell 222€ im Monat. Spontan fällt mir nichts günstigeres ein
  • Nahrung – wenn man die Zahlen von oben übernimmt (7,20€/Tag) benötigt man 216€ um nicht zu verhungern
  • Studienbeitrag – Verwaltungsgebühren, Semesterticket, bla bla sind dieses Semester 269€, also 45€ im Monat
  • Studiengebühren – die werden demnächst abgeschafft, liegen derzeit bei 375€, kann man aber stunden[4] – nicht mit einkalkuliert

Um hier in Hamburg als Student überleben zu können benötigt man also mindestens 483€ im Monat. Noch nicht bedacht sind Luxuskosten, sprich Mobiltelefon, Partys, Kino, etc.

Und erst jetzt wurde mir bewusst, wie teuer das Studium ist. Klar gibt es Möglichkeiten das benötigte Geld zu bekommen (BAföG, elterliche Förderung, Eltern verklagen, falls sie einen nicht Unterstützen wollen, Studienkredit, etc etc), doch will ich das Thema garnicht weiter ausführen.
Ein Studium ist teuer und das sollte man wissen. Ich sehe es als Investition in die Zukunft, schließlich will ich mal mehr Geld verdienen als 7,50€ die Stunde (:

[1]http://www.bvg.de/index.php/de/131809/name/Wochen-/article/11722.html
[2]http://de.wikipedia.org/wiki/Regelstudienzeit
[3]http://arne-koehn.de//blog/2011-06-28-regelstudienzeit/
[4]http://www.verwaltung.uni-hamburg.de/campuscenter/waehrend-des-studiums/stundung-von-studiengebuehren.html

3 Kommentare

  1. Oh Wow! Was lesen da nur meine Augen?!? •.• Mein kleiner Bruder wird erwachsen und weiß endlich, dass das Leben kein Kinderspiel ist und Geld nicht auf der Strasse liegt… 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.