Anekdoten aus Vietnam

Meine Oma ist ja nicht mehr, aber ih erfahre laufend neue Informationen über sie. So plante sie schon im voraus viele Dinge.

  1. relativ banal: ihr Testament stand schon lange Zeit vor ihren Abgang
  2. Auch bezahlte sie ihre eigene Beerdigung selbst! Angeblich war sie, für vietnamesische Verhältnisse relativ Reich.
  3. Das verbleibende Geld (nachdem es nach dem Testament „aufgeteilt“ wurde), sollte auf die Bank gelegt werden. Drei mal im Jahr, jeweils zum Todestag von meinem Opa, meiner Oma und meinem Onkel soll sich die Familie treffen und von den Zinsen feiern. Niemand soll an dem Tag arbeiten, noch kochen oder sich in irgendeiner weise darum kümmern/sorgen müssen. Das Essen+Trinken im Restaurant wird von dem Geld bezahlt. Bei über 100 Kinder+Enkel+Urenkel schon beeindruckend!

Angeblich gibt es in Vietnam so eine Tradition, dass man zu einer Beerdigung den zurückgeblieben Geld schenkt. Ob man es schenken nennen kann weiß ich nicht genau, aber das ist jetzt irrelevant. Man kann es mit einem Hochzeitsgeschenk vergleichen, nur halt zur Beerdigung. Verrückt!!
Meine Oma wollte das jedoch nicht! So musste meine Familie einen Zettel schreiben, dass dieses Geld nicht angenommen wird.

Ist meine Oma nicht cool??

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